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Unseriös

Ich habe bei einer Werbefahrt mitgemacht

22. Februar 2009, by Philipp Zurawski 21 comments

Eine ganz schlechte Idee von mir, bei einer Werbefahrt oder auch Kaffeefahrt genannt teilzunehmen. Alles hatte damit angefangen, das mein Opa noch eine Begleitperson brauchte und ich wollte schon immer mal bei solch eine raffinierten Verkaufsshow teilnehmen. Im Vorfeld hatte ich schon einiges darüber gehört und gesehen und es war tatsächlich so wie es oft beschrieben wird. Es war furchtbar! Doch vor jeder Werbefahrt wird einem wunderbare Dinge versprochen. LCD Fernseher, Digicamcorder, Kochtöpfe und vielen mehr.

Wir standen püntklich am Treffpunkt, doch bis auf zwei Mitfahrer keine Spur vom Bus. Die zwei älteren Herren waren Profis und nahmen an fast jeder Werbefahrt teil. Ich hatte sofort den Namen Powerseller für sie gefunden, was sich am Ende der Kaffeefahrt auch bestätigte, denn die Fahrt fand mit einiger Verspätung doch statt. Der Bus – fällig für die Abwrackprämie – kam knapp eine halbe Stunde später und war schon gut gefüllt. Gut gefüllt mit alten Damen und Herren die wohl alle noch zu viel Geld hatten. Jedenfalls fande ich mit Opi ganz hinten noch ein stilles Plätzchen und war mir unsicher wo die Reise hingeht. Noch einmal hielt der Bus, noch einmal neue Fahrgäste, am Ende waren 38 Leute im Bus!

Die Reise ging zum Glück nicht lange, vielleicht eine halbe Stunde Busfahrt bis wir ein “Kaff” erreicht hatten, wo es neben einer Kirche nur eine Kneipe gab. Der Blick aufs Handy verriet mir das wir noch in Deutschland waren, obwohl der Empfang wohl nur für einen Notruf ausreichte. Es war tiefste DDR-Zeit! DSL, mobiles Internet, Farbfernsehen, Radio und Telefon kennen die Leute dort mit Sicherheit noch nicht!

Stuhl aus DDR ZeitenIn der Kneipe gab es einen riesen Partysaal mit drei großen Tischen die mit Papierdecken und Holzstühlen aus 80er Jahre gedeckt waren. So ein Stuhl habe ich noch vor die Linse bekommen. Auf so einen Stuhl mussten wir nun sagenhafte 5 Stunden sitzen. Doch jetzt hatten wir erstmal in der DDR-Partylocation Platz genommen und ganz vorne waren schon die Prämien aufgestellt, die wir alle bekommen würden. Juhuu Billigware vom feinsten! Platz genommen und schon sollte man die ersten Zettel ausfüllen. Name, Vorname und alle Daten die kostbar sind – nicht mit mir!

Die ganze Zeit hirschte ein freundlicher Herr zwischen die Plätze und versuchte alles in Ordnung zu bringen, denn 38 (-1) waren Feuer und Flamme. Fast die Hälfte der Leute die anwesend waren, waren Powerseller, oder zumindest bei jeder Werbefahrt dabei – fakt!

Nach paar Minuten kam dann auch der Boss (nennen wir ihn Frank), ganz schick gekleidet mit Schlips und pinken Hemd und einem Headset, damit auch jeder seine Stimme hört.

Verkürzen wir das ganze, sonst schreibe ich morgen noch! Zumindest stellte sich er sich und seine Firma und die Sponsoren kurz vor und begann mit damit die ersten noname Produkte den Kunden schmackhaft zu machen. Hifi Stereoanlage, Digicamcorder, schnurloses Telefon, Kochtöpfe, LCD Fernseher waren schön aufgebaut. Jeder sollte den Eindruck gewinnen, das hier kein Beschiss gemacht wird. Dazu verteilte man paar Teddys und Werkzeugkoffer an paar Leute. Mein Opi bekam auch einen, vielleicht der erste Fehler, denn später kaufte mein Opi tatsächlich eine Reise in die Toscana! Das werden 7 Tage pure Werbefahrt. Wayne ohne mich. :D Okay Teddys und Co hatten einen neuen Besitzer und fortan verlangte Frank unsere ständige Aufmerksamkeit. Wer quatschte oder sich nicht für die Sache interessierte konnte gehen! Sagte er ganz offen, doch alle sind geblieben, was will man sonst in einem “Kaff” machen? War teilweise echt geil was Frank für Sprüche ab lies. “Wenn sie so viel kaufen würden wie sie quatschen, würde es uns besser gehen” und solche Sprüche. Ich musste eigentlich die ganze Zeit nur lachen, denn Frank machte seine Sache vorzüglich und schon nach wenigen Minuten hatte er die ersten Opfer – mein Opa mit dabei.

Ja ich wollte verkürzen! Also er bot drei Reisen an und wer interesse hatte, sollte den Zettel, den man zu Anfang ausfüllen sollte abgeben. Wer dies tat, bekam dann noch Firma und Sponsoren Nachlass. Mein Opa bekam satte 400 Euro Nachlass – geil wa? So einige Reisen wurden tatsächlich verkauft, wenn ich mich nicht irre vier Leute nahmen eine Reise in Anspruch. Danach war Mittag – 12:30 Uhr. Das Mittagsessen war lecker und preiswert.

Und danach ging es weiter mit der Werbeveranstaltung. So langsam hatte ich die Schnautze voll, doch hätte ich was anderes gemacht, wäre ich rausgeflogen. Also hörte und schaute ich Fran zu. So eine Aufmerksamkeit wie Frank bekommen hat, bekamen noch nicht mal meine Lehrer. Echt genial. Und mit einfachen Ja und Nein Fragen wurden die 38 (-1) Leute mit einbezogen. Alles andere wurde überhört oder geschickt umgangen.

Dann wurde eine Bioresonanz Matratze vorgestellt (Nische, denn darüber spruckt Google nur wenig aus und so eine Matratze kostet knapp 2600 Euro). Okay auf den Preis ist er erst ganz zum Schluss eingegangen. Erst hat er die Vorteile und jeden Pups erläutert und hat die 38 (-1) Leute immer schön mit seinen Worten bearbeitet – köstlich! Letztendlich stellte sich heraus das die Matratze 2600 Euro kosten würde. Aber alles kein Problem, denn man bot eine 0 % Finanzierung über 3 Jahre an. Monatlich knapp 50 Euro für so ein Fetzen. Alle die Interesse hatten (8-10 Leute), bekamen einen Umschlag und beim öffnen stellte sich heraus, das die Firma einen 1000 Euro erlässt! Zusätzlich gäbe es entweder ein Kochset und eine Induktionskochplatte sowie ein Medigym-Fitnessgerät dazu, oder man hätte den Camcorder, das schnurlose Telefon und die Hifi-Stereoanlage nehmen können!

Letztendlich wurden sogar zwei Matratzen verkauft und der eine Käufer war der Poweseller der mit uns zugestiegen ist und schon bei jeder Weberfahrt teilgenommen hat. Echt krank wie viel Geld die Rentner noch haben.

Nein es war noch lange nicht vorbei, denn Frank versuchte noch ein paar Reisen an den Mann und Frau zu bringen. Dazu zog er 12 Leute die eine 3 Tagesreise gewonnen hatten. Alles kostenlos, jedoch verlangt man eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 30 Euro… Keine Ahnung wer da noch zugeschlagen hat, war mir auch alles egal, ich wollte nur wieder weg.

Kaffeepause. Danach noch kein Schluss, denn Frank stellte uns noch Cremes und Salben vor. Scheinbar lief das Geschäft an diesem Tag nicht so gut, denn man merkte das Frank plötzlich nicht mehr der Liebe Kerl war. Pampig zu den Gästen und mit einem gewissen touch drängte er die Leute zum Kauf von solchen Zeug. Mein Opa kräftig dabei, nahm er doch jeden Scheiß! Dann kam Frank zu meinem Opa und sagte vor allen Leuten wie stolz er doch auf meinen Opa sei, weil er doch so ein fleißiger Käufer sei. Ein Glück kam er zur Vernunft und kaufte nicht auf noch die Bio Matratze, wovon er doch so schwärmte.

Am Ende bekam dann jeder das versprochene Präsent, aber es war weder Wildente noch Klöse zu sehen. Wir bekamen Schwarzbrot, ein Glas Rotkraut, eine kleine Flasche Sekt, Schokolade und ein dreiteiliges Messerset. Am Ende war ich froh, das der Bus uns ohne Umwege nach Hause fuhr.

Fazit: Nie wieder so ein Scheiß. Ist schlimmer als Schule und geschenkt bekommt man nur was, wenn man was investiert! Die Prämien waren Noname Produkte, alles billiger Schrott, der nicht in meine Hände gehört.

Nervende Werbeanrufe

26. Januar 2009, by Philipp Zurawski 14 comments

Derzeit werde ich wieder massiv mit nervenden Werbeanrufen von Unternehmen genervt. Scheinbar ist die Telefonsoftware der Unternehmen wieder beim Buchstaben “G” angekommen. Jedenfalls rief mich heute schon zum dritten mal innerhalb eines halben Jahres eine Frau an, ihre Stimme erkannte ich sofort, die mir eine Weltneutheit zum Test anbieten wollte.

Es handelt sich hierbei um eine Weltneuheit, die unser Chef entwickelt hat um Küchengeräte etc. sauber zu machen.

Höflich wie ich bin, hörte ich mir ihren Standarttext bis zum Schluss an und sagte dann ganz ruhig und gelassen: “Das ist schon das dritte mal das Sie bei mir anrufen.” Die Antwort:”NEIN das kann nicht sein, ich habe jetzt die ganze Zeit in Halle angerufen.” Ich: “Ich erkenne ihre Stimme aber noch und das Produkt was Sie mir anpreisen wollen kenne ich auch schon.”…

Mein letzter Satz war:”Bitte nehmen Sie mich aus Ihrer Telefonsoftware, ich möchte keine weiteren Anrufe mehr.” Sollte die Firma so dreist sein und nochmal bei mir anrufen, gibt es eine Anzeige, das ist jetzt schon sicher!
Ich habe letzten Sommer kurzzeitig in einem Unternehmen mit Telefonaqkuise gearbeitet und weiß das der Chef mächtig sauer geworden ist, als eine Mitarbeiterin bei einem Kunden angerufen hat, der dies ausdrücklich untersagt hat. So ganz nebenbei beliefen sich die täglichen Anrufe der 11 Mitarbeiter auf 1000 Anrufe pro Tag. Durchschnittlich 35 Unternehmen stimmten einem unverbindlichen und kostenlosen Test zu und ca. 3 – 5 Objekte wurden tatsächlich täglich verkauft.

Zurück in die Gegenwart, denn ich bekam 10 Minuten später einen weiteren Anruf diesmal von einer SKL-Lotterie die keine Kunden abzocken wollen, sondern Leute nur zu Gewinnern machen. Die Begrüßung verlief sehr stockend, der Anrufer wollte mich eigentlich nicht an diesem so kalten und grauen Morgen stören bla bla blub, trotzdem hat er es gemacht. Das Wort “Hallo” brachte ich gerade noch über meine Lippen, als der Kunde mir einen elend langen Text (sehr gut eingeprägt) vorkaute. Sicherlich an die fünf Minuten kam ich überhaupt nicht zu Wort, wurde von  Wörtern wie Gewinnzahlen, Staatslosen, Millionen Euro, Sofortrente, kostenlos, ohne Laufzeit etc. zugemüllt. Ich wollte gerade den Höhrer beiseite legen, weil ich vor lachen nicht mehr konnte, als mich der Anrufer fragte, ob er mir die Unterlagen zuschicken könne.

Leider war meine Antwort:”Nein ich habe kein Interesse, bitte nehmen Sie mich aus Ihrer Telefonsoftware heraus” für den Anrufer sehr ernüchternd und so war das Gespräch ziemlich schnell beendet.

Echt nervend!

Piraten unter uns!

29. August 2007, by Philipp Zurawski No comments yet

Einmal bei Blogcharts auf Platz eins kommen, ein Traum den sicherlich viele Blogger haben. Xsized hat es geschafft, der Blog hat BildBlog, Basic Thinking und Spreeblick verdrängt, allerdings ist er mit der heutigen Ausgabe auf Platz 3 zurückgefallen.
Gestern Top heute Flop? Normalerweise gibt es ein wöchentliches Update der Blogcharts, aber nicht bei den unheimlichen Piraten Blogcharts! Viele Diskussionen hat es gegeben und gibt es auch jetzt noch um Layoutklau und Kritiken von deutscheblogcharts.de.
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Alphaload

6. Juli 2007, by Philipp Zurawski 5 comments

Lange hörte man nichts gutes über Alphaload, trozdem habe Ich mich für die 14 Tage Testmitgliedschaft entschieden, aus gutem Grund es ist Kostenlos und zählte bei Rewardmix zu 1/2 Prämie. Die AGB’s von Alphaload sollte man sich genau durchlesen, denn vieles ist sehr schwer zu verstehen und teilweise unklar – die AGB’s habe ich überflogen um mich dann anzumelden, die Bestätigungsmail kam promt an.
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